Lea Vehreschild Dritte bei den Westdeutschen

Lea Vehreschild Dritte bei den Westdeutschen

Lea Vehreschild konnte sich ihren großen Traum erfüllen. Das 14-jährige Tischtennis-Talent der DJK Rhenania Kleve hat bei den Westdeutschen Schülermeisterschaften in Bergisch Gladbach im Ortsteil Refrath im Einzelwettbewerb die Bronzemedaille gewonnen. Im Feld der 48 besten Tischtennis-Nachwuchsspielerinnen aus Nordrhein-Westfalen bis 15 Jahren musste sie sich erst im Halbfinale der späteren Westdeutschen Meisterin Hannah Schönau (TTC Mariaweiler) geschlagen geben.

In der Vorrunde setzte sie sich zunächst gegen Lina-Marie Engelmann (SV Bergheim) und Lena Bald (TuS Ferndorf) jeweils mit 3:0 durch. Überraschend eng wurde es im dritten Spiel. Außenseiterin Samira Oudriss vom Gastgeber TV Refrath machte es der Kleverin mit einem Noppenbelag sehr schwer. Vehreschild konnte sich erst im fünften Satz mit 11:5 durchsetzen. Einen Tag später wusste die Rhenanin auch, warum sie so kämpfen musste. Oudriss wurde wegen verbotenen Schlägermaterials nachträglich aus dem Wettbewerb ausgeschlossen.

Als Gruppenerste zog Lea Vehreschild ins Achtelfinale ein und machte mit Katja Schütz (TSV Marienberghausen) beim 11:9, 11:4, 11:6 ebenso kurzen Prozess wie im Viertelfinale mit Jana Bald (TuS Ferndorf) mit 11:8, 11:6 und 11:4. Damit hatte sie das Ziel, eine Medaille bei den Westdeutschen Einzelmeisterschaften zu gewinnen, bereits erreicht. Halbfinal-Gegnerin Hannah Schönau, die am Ende auch Gold gewann, war eine Nummer zu groß. Sauer waren die beiden Spielerinnen und deren Betreuer aber zuvor über die Schlägerkontrolleure. Weil die Überprüfung der beiden Schläger in einem Nebenraum viel zu lange dauerte, mussten die Mädchen über eine Viertelstunde tatenlos und quasi kalt in der Box ausharren. Das war schon ein Eklat für ein Halbfinale bei den Westdeutschen Meisterschaften!

Im Doppel hatte sich die Rhenanin, die im vergangenen Jahr mit Lea Opsölder überraschend die Bronzemedaille gewonnen hatte, ebenfalls etwas ausgerechnet, zumal sie mit der neuen Doppelpartnerin Annika Meens (TTC Straelen/Wachtendonk) an Position vier gesetzt war. Es kam allerdings ganz anders. Nach einem Freilos ereilte das Duo schon im Achtelfinale gegen die Außenseiterinnen Fretz/Keoaphay (SV DJK Holzbüttgen) das Aus. Im vierten Satz wurden zwei Matchbälle vergeben, im Entscheidungssatz hieß es 8:11.

Heute gab es dann für Lea Vehreschild die Krönung der erfolgreichen Titelkämpfe: Der Jugendausschuss des Westdeutschen Tischtennis-Verbandes (WTTV) nominierte die 14-Jährige für die Deutschen Schülermeisterschaften am 10./11. März in Dissen bei Osnabrück.

Quelle: Rheinische Post